• Ein Handbike-Fahrer mit dem Slogan: Ich kann zwar nicht laufen, aber aufs Treppchen komm ich trotzdem
  • Eine Bogenschützin im Stehen mit dem Slogan: Meine Behinderung sieht man mir nicht an. Aber meinen Siegeswillen.
  • Ein blinder Fußballspieler mit Augenbinde und dem Slogan: Ich habe zwar noch nie ein Tor gesehen, aber ich weiß wie man eins schießt.
  • Eine Handbike-Farerin mit dem Slogan: Man muss nicht laufen können, um die Konkurenz stehen zu lassen.
  • Ein Mann dem eine Hand fehlt, der ein Segel montiert mit dem Slogan: Ob mir eine zweite Hand helfen könnte? Beim Aufhängen der Trophäen vielleicht.

Sitzvolleyball-Qualifikationsturnier in Duisburg: Deutschland besiegt die Ukraine nach starker Leistung mit 3:0 - Finale am Samstag um 16 Uhr

Deutschlands Sitzvolleyballer Finale geschafft | Foto: Ralf Kuckuck / DBSMit einer taktischen und spielerischen Meisterleistung hat die deutsche Sitzvolleyball-Nationalmannschaft ihr Halbfinale mit 3:0 (25-15/25-18/26-24) gegen die Ukraine gewonnen und steht nun im Endspiel des paralympischen Qualifikationsturniers in Duisburg.

Direkt von Anfang an startete das deutsche Team entschlossen und konzentriert und baute schnell eine recht komfortable Führung auf. Die ukrainischen Spieler kamen nicht richtig in die Partie und wurden von Deutschland kontinuierlich mit variantenreichen Spielzügen unter Druck gesetzt. Zu keinem Zeitpunkt geriet die Mannschaft von Cheftrainer Michael Merten im ersten Satz unter Druck und entschied ihn mit 25-15 klar für sich.

Nach diesem Traumstart agierte die Ukraine im nächsten Durchgang verbessert, doch es gelang den Deutschen, Hauptangreifer Denis Bytchenko stetig zu beschäftigen und somit im Angriff weitgehend zu neutralisieren. Die deutsche Mannschaft wirkte hellwach und ließ wenige einfache Punkte für den Gegner zu. In der Mitte des Satzes setzten sie sich schließlich mit einigen Punkten ab und hielten diesen Vorsprung – mit 25-18 ging auch dieser Durchgang an Deutschland.

Nun stand die Ukraine unter Druck, ging aber erneut mit einem Zwei-Punkte-Rückstand in das erste technische Timeout. Das deutsche Team blieb zunächst mit zwei bis drei Punkten in Front, dann starteten die Ukrainer aber noch einmal eine Aufholjagd. Bei 19:19 gelang ihnen der Ausgleich und dann sogar die Führung. Während die Deutschen nun erstmals in der Partie einige Eigenfehler produzierten, erarbeitete sich die Ukraine drei Satzbälle. Merten reagierte und wechselte Routinier Thomas Renger zum Aufschlag ein – mit Erfolg. Die Deutschen wehrten den ersten Satzball ab, beim zweiten gelang Francis Tonleu eine spektakuläre Rettungsaktion, was ein Time-Out aufseiten der Ukraine provozierte. Doch auch das half nichts mehr, nun war die deutsche Mannschaft mental wieder komplett da. Satzball Nummer drei wurde abgewehrt und der Einzug ins Finale mit 26-24 perfekt gemacht.

Angreifer Dominik Albrecht war über die Höhe des Sieges selbst ein wenig überrascht: „Auf ein 3:0 hat von uns keiner spekuliert, auf ein sehr anstrengendes und anspruchsvolles Match aber schon. 3:0 ist einfach riesig“, sagte der glückliche Albrecht. Auch Merten war beinahe vollauf begeistert von der Vorstellung seiner Mannschaft: „Abgesehen von den Eigenfehlern im dritten Satz bin ich sehr zufrieden. Die Ukraine hat keinen Spielerwechsel gemacht, sie haben genau in der Aufstellung gespielt, die wir erwartet haben. Wir haben losgelegt wie die Feuerwehr, auch unsere taktische Linie ganz klar gehalten. Das sieht vielleicht der Zuschauer nicht, aber einmal habe ich wirklich gedacht, der Aufschlag hat jetzt wirklich perfekt gepasst, genauso wie es vorher ausgemacht war. Ich bin wirklich sehr stolz auf die Mannschaft und mein Team, wir haben über viele Monate daran gearbeitet, dass unsere Stärke die taktische Vorbereitung und dann die Umsetzung auf dem Platz ist.“

Das sieht Heiko Wiesenthal ähnlich: „Man muss sagen, unser Trainer ist mit unserem Analysten super vorbereitet, sie stellen uns perfekt auf den Gegner ein. Heute war die Taktik, den besten Angreifer immer hinten anzuspielen, damit er keine zweiten Bälle aus dem Hinterfeld schlagen kann und ich glaube, dass war der Schlüssel zum Erfolg“; erklärt der Zuspieler. „Außerdem haben wir auch stark geblockt und alle sehr gut gearbeitet.“

Im morgigen Finale wartet aller Wahrscheinlichkeit nach Kasachstan, deren Halbfinale gegen Kroatien um 18 Uhr angepfiffen wurde. Mit den Kasachen haben die Deutschen noch eine offene Rechnung: „Wir haben aus der Niederlage in der Gruppe gegen Kasachstan unsere Lehren gezogen und gehen jetzt mit den zwei Siegen von gestern und heute auch mit breiter Brust in das Spiel rein“, betonte Merten. „Die taktische Marschroute ist noch nicht ganz ausgefeilt, aber schon sehr klar vorgezeichnet. Natürlich haben wir aber auch einen Plan gegen Kroatien."

Das Finale findet am Samstag, 5. Juni, um 16 Uhr statt. Alle Spiele werden live auf Sportdeutschland.tv übertragen.

Weitere Informationen gibt es auf der nationalen Veranstaltungsseite sowie der Website des Wetlverbands.

Der weitere Turnierverlauf:

Samstag, 5. Juni:
10 Uhr: Spiel um Platz 5
13 Uhr: Spiel um Platz 3
16 Uhr: Finale

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