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  • Ein Handbike-Fahrer mit dem Slogan: Ich kann zwar nicht laufen, aber aufs Treppchen komm ich trotzdem
  • Eine Bogenschützin im Stehen mit dem Slogan: Meine Behinderung sieht man mir nicht an. Aber meinen Siegeswillen.
  • Ein blinder Fußballspieler mit Augenbinde und dem Slogan: Ich habe zwar noch nie ein Tor gesehen, aber ich weiß wie man eins schießt.
  • Eine Handbike-Farerin mit dem Slogan: Man muss nicht laufen können, um die Konkurenz stehen zu lassen.
  • Ein Mann dem eine Hand fehlt, der ein Segel montiert mit dem Slogan: Ob mir eine zweite Hand helfen könnte? Beim Aufhängen der Trophäen vielleicht.

Viele deutsche Paralympics-Starter*innen auch bei den inklusiven Weltmeisterschaften im dänischen Kopenhagen

Para Kanu Mannschaft Tokio | Foto: Florian Schwarzbach / DBSVom 16. bis zum 19. September finden die Rennen der Weltmeisterschaften der Para Kanut*innen in Kopenhagen statt. Aus der deutschen Para Kanu-Mannschaft gehen bis auf Ivo Kilian auch alle Paralympics-Starter*innen in Dänemark an den Start. Außerdem wird das deutsche Team in den nicht-paralympischen Disziplinen stark vertreten sein und zusätzlich auf die Nachwuchskräfte setzen, sodass insgesamt zehn deutsche Para Kanut*innen die Reise zur WM antreten.

Im Kajak über die 200m in der Startklasse Kl 1 der Frauen wird neben der Paralympics-Siegerin Edina Müller (Hamburger KC) auch die erst 16-jährige Johanna Pflügner vom Halleschen KC 54 starten. Die 38-jährige Müller sagt zu diesem Rennen, so kurz nach den Paralympics: „Ich hoffe, dass ich an meinen Erfolg aus Tokio anknüpfen und meine Leistung noch einmal abrufen kann.“

Bei den Männern wird in dieser Startklasse erstmals Anas Al Khalifa (SV Halle) für die deutsche Nationalmannschaft starten. Bei den Paralympics fuhr er noch für das Refugee-Team des Internationalen Paralympischen Komitees (IPC). Dort erreichte er im B-Finale den ersten Platz. „Ich bin total glücklich, nun für das deutsche Team starten zu dürfen.“ sagt der 28-jährige Rollstuhlfahrer, der seine Leistungen im Laufe der Saison immer weiter verbesserte.

„Die Weltmeisterschaften so direkt nach den Paralympics sind natürlich eine Herausforderung“, sagt die in Tokio Viertplatzierte Anja Adler, die in der Startklasse Kl 2 gemeldet ist. Trotzdem hat sie sich für die WM viel vorgenommen: „Ich will natürlich noch einmal an meine Leistungen von Tokio anknüpfen und im Finale zum Abschluss eine gute Leistung zeigen.“ Die 32-jährige Studentin vom SV Halle wird zudem zum ersten Mal in diesem Jahr im Va´a der Startklasse Vl 3 starten. „Da es der Saison-Abschluss ist, werde ich auch im Va´a an den Start gehen. Da haben wir in diesem Jahr erstmals ein richtig großes Starterfeld, was hoffentlich im Hinblick auf die Paralympics 2024 in Paris ein gutes Zeichen ist, damit auch diese Klasse hoffentlich paralympisch wird“, berichtet Adler. Sie springt hier für Annette Kummer aus Cottbus ein, die verletzungsbedingt leider nicht teilnehmen wird. Anja Adler hat in den vergangenen Jahren schon viele Erfolge im Va´a eingefahren, sich dann aber voll aufs Kajak konzentriert, da der Va´a in ihrer Startklasse bisher nicht paralympisch ist. Es gibt aus dem Weltverband des Kanusports und dem IPC aber bereits Signale, dass sich dies für Paris 2024 ändern könnte.

Nach einer erneuten Klassifizierung in Kopenhagen wird der 16-jährige Felix Höfner die deutschen Farben zum ersten Mal in der Startklasse Kl 2 vertreten. Im Frühjahr erreichte er beim Weltcup in der Startklasse Kl 3 das B-Finale, für die WM hat er sich das A-Finale vorgenommen. Auch der Bundestrainer André Brendel hofft auf eine Steigerung der Leistung, sagt aber auch: "Das A-Finale zu erreichen, wird enorm schwer werden in dieser Startklasse, da die Leistungsdichte sehr hoch ist."

Tom Kierey (KC Borussia Berlin) hat in Tokio bei den Paralympics den sechsten Platz in der Startklasse Kl 3 belegt und reist nach einer kurzen Pause in der Heimat kurzfristig zu den Weltmeisterschaften an. Die Bronzemedaillengewinnerin von Tokio, Felicia Laberer (SC Berlin Grünau) trifft in ihrem Rennen in der Startklasse Kl 3 wieder auf ihre Gegnerinnen von paralympischen Finale. Die deutsche Starterin im Va´a in Tokio, Katharina Bauernschmidt vom WSV Niederrhein Duisburg, tritt in der Startklasse Vl 2 an. Die Sechste der Paralympics sagt: „Ich freue mich auf diesen Höhepunkt, der gleichzeitig der Abschluss einer aufregenden Saison ist.“

Ebenfalls im Va´a starten die beiden Hamburgerinnen Esther Bode und Lillemor Köper. Bei der EM in Polen im Juni gewann Lillemor Köper den Titel vor ihrer Vereinskameradin vom Hamburger KC. „Ich freue mich auf meine erste Weltmeisterschaft, und hoffe, dass ich die Leistung aus dem Training im Wettkampf abrufen kann und mir das beste Rennen der Saison gelingt“, so Lillemor Köper.

Bundestrainer Brendel sieht der WM erwartungsvoll entgegen: „Die Athlet*innen, die nicht in Tokio waren, haben ein hervorragendes Trainingslager in Duisburg absolviert. Ich bin da voller Zuversicht, dass sie zu ihrem Höhepunkt der Saison voll da sein werden.“ Nach den anstrengenden Wochen in Tokio haben sich die Paralympics-Starter*innen im Training etwas schwerer getan, doch auch hier sieht Brendel einen Aufwärtstrend. „Zudem wird es anderen Nationen ähnlich gehen“, schätzt er den aktuellen Leistungsstand ein.

Hier geht’s zum Zeitplan der EM in Kopenhagen.
Hier geht’s zur Live-Übertragung aller Rennen.


Quelle: DKV / Christel Schlisio

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