• Ein Handbike-Fahrer mit dem Slogan: Ich kann zwar nicht laufen, aber aufs Treppchen komm ich trotzdem
  • Eine Bogenschützin im Stehen mit dem Slogan: Meine Behinderung sieht man mir nicht an. Aber meinen Siegeswillen.
  • Ein blinder Fußballspieler mit Augenbinde und dem Slogan: Ich habe zwar noch nie ein Tor gesehen, aber ich weiß wie man eins schießt.
  • Eine Handbike-Farerin mit dem Slogan: Man muss nicht laufen können, um die Konkurenz stehen zu lassen.
  • Ein Mann dem eine Hand fehlt, der ein Segel montiert mit dem Slogan: Ob mir eine zweite Hand helfen könnte? Beim Aufhängen der Trophäen vielleicht.
von links: Edina Müller, Felicia Laberer und Anja Adler  | Foto: Andre Brendel

Zwei Titel bei den Europameisterschaften in Poznan

„Es ist unglaublich, wie heute Anja Adler und Felicia Laberer auf den letzten Metern den Titel geholt haben.“ sagt der Bundestrainer Andre Brendel nach dem sehr erfolgreichen Abschneiden bei den Europameisterschaften der olympischen und paralympischen Kanurennsportler in Poznan/Polen.

Felicia Laberer, SC Berlin-Grünau, machte den Anfang in der Startklasse Kl 3. Die Französin Nelia Barbosa zeigte einen sehr schnellen Start, aber die 20-jährige Auszubildende schob sich immer näher heran, und schaffte es kurz vor der Ziellinie, noch die Französin abzufangen. Sie selbst sagt zu ihrem Rennen: “Das Rennen war noch nicht perfekt, aber nah dran.“

Natürlich hatte die Weltcup-Siegerin von Szeged von vor 3 Wochen, Anja Adler vom SV Halle, gehofft, ihre Leistung hier bei der Europameisterschaft wiederholen zu können. Dennoch sagt die 32-jährige Geologin nach dem Titelgewinn in der Startklasse Kl 2: „Ich bin gerade noch etwas sprachlos, aber überglücklich über das Ergebnis. Es war ein hartes Rennen. Die Ungarin genau neben mir hatte ich im Augenwinkel im Blick. Zum Glück konnte ich am Ende noch einen drauflegen. Ich möchte mich da auch beim ganzen Trainer- und Betreuerteam für ihre tolle Arbeit bedanken.“ Beide Sportlerinnen gewannen mit jeweils 7/100 Abstand vor ihren Konkurrentinnen.

„ Diese beiden Titel habe gezeigt, dass wir im Trainingsaufbau auf dem richtigen Weg Richtung Paralympics in Tokio sind.“ So der Bundestrainer.

Edina Müller, Hamburger KC, hatte in ihrem Finale sehr mit dem Gegenwind zu kämpfen, und kam erst auf der zweiten Streckenhälfte besser ins Rennen. Die 37-jährige Rollstuhlfahrerin startet in der Startklasse Kl 1, in der nur Arme, Schultern und Teile des Rumpfs beim Paddeln eingesetzt werden können. Auch ihr Rennen wurde erst auf der Ziellinie nach einem harten Kampf gegen die russische Fahrerin Dupik mit dem besseren Ende für Edina Müller entschieden.

Im Finale der Kl 3 Herren belegte Tom Kierey, KC Borussia Berlin, Platz 7. „Das Rennen gilt es noch zu analysieren, im Hinblick auf die Paralympics.“ Sagte Andre Brendel, Bundestrainer, hinterher. Der zweite Starter Felix Höfner, SC DHfK Leipzig, in dieser schnellen Startklasse belegte nach einem stark gefahrenen Rennen Platz 6 im Halbfinale. Der erst 16-jährige Schüler startet in seiner ersten internationalen Saison.

Der Fahrer vom Halleschen KC 54, Ivo Kilian, belegte in seinem Finale in der Kl 2 ebenfalls den 7.Platz.

Anas Al Khalifa, SV Halle belegte im Kajak der Startklasse Kl 1 Rang 9 im Finale, und im Va´a der Startklasse Vl 2 Platz 5 im Halbfinale. Der 28-jährige paddelt erst seit einem Jahr und zeigte eine ansprechende Leistung, wie der Bundestrainer dazu bemerkte.

Bereits am Vortag hatten die deutschen Damen im Va´a für Medaillen gesorgt. So belegte Annette Kummer, ESV RAW Cottbus, in der Vl 3 Platz 3. Katharina Bauernschmidt vom WSV Niederrhein Duisburg schaffte in der Vl 2 die Silbermedaille. In der Vl 1 belegten Lillemore Köper und Esther Bode, beide Hamburger KC, Platz eins und zwei.

Mit dieser Medaillenausbeute belegte die deutsche Parakanu-Nationalmannschaft in der Nationen-Wertung Platz 2, hinter der Ukraine. „Diese Medaillen-Ausbeute unserer Sportlerinnen freut mich sehr. Alle arbeiten hart dafür. Gerade bei Felicia Laberer und Anja Adler zeigen sich bereits jetzt große Verbesserungen, die doch einige Hoffnungen wecken mit dem Blick auf die Paralympics in Tokio. Da für die nicht-paralympischen Disziplinen auch noch die Weltmeisterschaft in Kopenhagen im September ansteht, bestehen hier auch noch weitere Medaillenchancen.“ Sagte Bundestrainer Andre Brendel abschließend.

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