Ruderin Jasmina Bier von der RG Hansa ruderte am Donnerstag (27.8.) mit ihrem Zweierpartner Paul Umbach (Nürtingen) zum Weltmeistertitel im Mixed Zweier der Startklasse PR2.
Mit einem langen wie fulminanten Endspurt auf der Regattastrecke von Amsterdam bezwangen die beiden Titelverteidiger China und krönten sich nach der Silber-Medaille im vergangenen Jahr selbst zu Weltmeistern. Bis zur 1500-Meter-Marke führten noch die Chinesen. Aber schon dort war sichtbar, dass das deutsche Boot einen runderen Stil fährt, technisch sauberer.
Dann begannen Bier und Umbach ihren Endspurt, etwas früher als sonst bei ihnen üblich – und sie zogen vorbei, während China dem nichts mehr entgegenzusetzen hatte. Mit fast einer Sekunde Vorsprung holten die Deutschen tatsächlich Gold. Silber ging an China und Bronze an Israel.
„Ich hatte nur mein Rennen im Kopf“, erklärte Hamburgs Sportlerin des Jahres 2025. „Danke auch an alle, die das möglich gemacht haben nach meiner Verletzung.“
Zeitgleich mit der Ruder-WM in den Niederlanden fand im polnischen Poznan die Kanu-WM statt. Auch hier feierten die Hamburger Athletinnen ein sehr gutes Gesamtresultat. Landestrainer Arne Bandholz sah, wie alle drei Starterinnen vom Hamburger Kanu Club das A-Finale erreichten.
Eine außergewöhnliche Leistung zeigte in Poznan Edina Müller in der Klasse KL1. Nach ihrem souveränen Halbfinalsieg belegte sie im WM-Finale in 58,75 Sekunden einen starken fünften Platz. Nur zwölf Wochen nach der Geburt ihres zweiten Sohnes gelang Müller damit eine beachtliche Rückkehr auf die internationale Wettkampfbühne. Gleichzeitig sammelte sie wichtige Weltranglistenpunkte auf dem Weg zu den Paralympischen Spielen 2028 in Los Angeles. „Es war so schön, wieder Teil des Teams zu sein. Für den Einstieg waren es etwas harte Bedingungen, aber es hat alles super geklappt und ich habe von Rennen zu Rennen mehr Sicherheit bekommen. Mein Ziel war das Finale, um gute Ranglistenpunkte zu sammeln. Dass es jetzt sogar Platz fünf geworden ist, ist für mich ein riesiger Erfolg“, sagte die 43-jährige zweifache Paralympics-Siegerin im Rollstuhlbasketball und im Para Kanu.
Auch Claudia Fischer (KL3) schaffte es bei ihrer ersten WM ins A-Finale der ebenfalls paralympischen Startklasse KL3, wo es für sie für Platz 8 reichte. In der Klasse VL1 fuhr Lillemor Köper auf Platz 7.

