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der Olympia-Regattaanlage in München finden vom 11. bis 14. August die Europameisterschaften im Para Rudern im Rahmen der European Championships statt. In vier Bootsklassen werden dabei die neuen Europameister ermittelt. Die deutschen Athlet*innen wollen dabei vor heimischer Kulisse in drei Wettbewerben um die Medaillen kämpfen.

Bei den European Championships werden vom 11. bis 21. August 177 Medaillen in insgesamt neun Sportarten vergeben. Bei den Ruder- und Kanuwettbewerben sind die Europameisterschaften der Para Sportler*innen in die Veranstaltung eingebunden. Am kommenden Wochenende steht zunächst Para Rudern auf dem Programm, das Wochenende darauf Para Kanu. „Wir freuen uns auf die Heim-EM in München. Erfahrungsgemäß sind die Wettkämpfe auf der alten Olympia-Regattabahn sehr gut organisiert und wir hoffen auf die Unterstützung von den Zuschauerrängen“, blickt Bundestrainer Marc Stallberg vorfreudig auf die EM.
 
Die deutschen Para Ruderer werden in drei der vier Para Bootsklassen in Oberschleißheim um die Medaillen mitkämpfen. Im Einer der Damen vertritt Manuela Diening die deutschen Farben. Beim letzten internationalen Rennen beim Weltcup im polnischen Poznan im Juni schaffte es die 30-Jährige aufs Treppchen und sicherte sich Platz drei. Die Konkurrenz in München wird vergleichbar sein, jedoch startet zusätzlich die Israelin Moran Samuel, die zuletzt bei den Paralympics in Tokio in Erscheinung getreten war und Silber gewann. „Manuelas Vorbereitung lief nach Plan und in Polen hat sie gezeigt, dass sie international mit um das Podest fahren kann. Daher liebäugeln wir durchaus mit einer Medaille. Die Bahnverteilungsrennen werden zeigen, wie die Konkurrenz drauf ist“, berichtet Stallberg.
 
Anders ist die Ausgangslage für den Mixed-Zweier: Leopold Reimann und Sylvia Pille-Steppat werden in München ihre gemeinsame Premiere in dieser Bootsklasse geben. Erst seit kurzem trainiert das Duo in dieser Konstellation und wird sich bei der EM in einem starken Starterfeld behaupten müssen. „Die Rennen in München sind für uns eine Standortbestimmung. Wir werden sehen, wie weit wir mit der gemeinsamen Arbeit schon gekommen sind und an welchen Schrauben wir auf dem Weg zur WM im September noch drehen müssen“, erklärt der Bundestrainer. Sylvia Pille-Steppat, die in Tokio noch im Einer startete, muss sich im Mixed-Zweier-Rennen mit Konkurrent*innen messen, die durch ihre Behinderung geringer eingeschränkt sind in der Ausübung der Ruderbewegungen.
 
Auch der deutsche Mixed-Vierer mit Susanne Lackner, Juliane Benndorf, Jan Helmich, Marc Lembeck sowie Steuerfrau Inga Thöne startet in einem stark besetzten Feld. Das Boot aus Großbritannien geht als amtierender Paralympics-Sieger und mit Weltbestzeit als Favorit in die EM-Rennen. Auch die französische Auswahl, die in Tokio Bronze gewonnen hatte, ist stark einzuschätzen. Gegen Italien hatte sich der deutsche Mixed-Vierer zuletzt beim Weltcup in Poznan im Bahnverteilungsrennen und im Finale durchgesetzt. „Unser Ziel ist es, an die starken Leistungen vom Weltcup anzuknüpfen und den Abstand auf die führenden Nationen zu verkürzen“, erklärt Stallberg und ergänzt: „Vor dem letzten Weltcup haben wir viel an der internen Besetzung gearbeitet. Die Zeit bis zur EM haben wir jetzt genutzt, um die Zusammenarbeit im Boot zu festigen und Routine reinzubringen. Die Vorbereitung war durch vereinzelte Krankheitsausfälle für den Vierer nicht ganz optimal, trotzdem gilt es hier, die mögliche Bestleistung abzurufen.“
 
Auch der Schlagmann des Mixed-Vierers, Marc Lembeck, blickt optimistisch auf die anstehenden Rennen: „Das gesamte Team freut sich auf die Heim-EM und wir sind gespannt auf die Stimmung vor Ort. Der Vierer hat noch das Gefühl des Weltcup-Siegs in Polen im Rücken. Das Starterfeld ist mit den Briten und Franzosen wirklich stark, aber wir werden versuchen, die Favoriten zu ärgern und das bestmögliche Ergebnis einzufahren.“
 
Für Marc Stallberg ist die EM in München die erste internationale Meisterschaft in der Rolle des Bundestrainers Para Rudern: „Ich habe seit November schon sehr viel neues hinzugelernt und mir macht die Arbeit großen Spaß. Eine Heim-EM ist für das ganze Team sportlich und emotional eine schöne Aussicht.“
 
Die Ruder-Wettkämpfe bei den European Championships können über einen Livestream verfolgt werden. Weitere Informationen, Zeitpläne und Ergebnisse gibt es auf der Veranstaltungs-Homepage.
 
Der deutsche Kader für die Para Rudern-EM in München (Bootsklasse / Verein):
Juliane Benndorf (PR3Mix4+ / HRV Böllberg Nelson), Manuela Diening (PR1W1x / RV Münster 1882), Jan Helmich (PR3Mix4+ / Ruderclub Hansa von 1898), Susanne Lackner (PR3Mix4+ / Mannheimer RV Amicitia), Marc Lembeck (PR3Mix4+ / RTHC Bayer 04 Leverkusen), Sylvia Pille-Steppat (PR2Mix2x / Wilhelmsburger Ruderclub von 1895), Leopold Reimann (PR2Mix2x / Rüdersdorfer Ruderverein Kalkberge), Inga Thöne (Steuerfrau PR3Mix4+ / Ulmer Ruderclub Donau); Miriam Federle (Ersatz / RTHC Bayer Leverkusen), Claire Janicki (Ersatz / Mannheimer RV Amicitia), Paul Umbach (Ersatz / RC Nürtingen)

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(BRS-Hamburg)

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