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Seit Mitte November ist Gregor Lang neuer Bundestrainer der Para Radsport-Nationalmannschaft. Die ersten Monate der Einarbeitung waren intensiv, zudem steht ein wichtiges Jahr vor dem 43-Jährigen sowie seinen Athletinnen und Athleten. Das Highlight wird die große, inklusive Radsport-WM in Glasgow Anfang August, dazu gibt es eine EM im Rahmen der European Para Championships in Rotterdam – und es geht bereits um den Kampf um Startplätze für die Paralympics in Paris 2024.

Gregor Langs erste Berührungspunkte zum Sport von Menschen mit Behinderung gehen ins Jahr 2014 zurück. Der gebürtige Kölner, der mit seiner Familie seit einiger Zeit in Basel in der Schweiz lebt, ist im gleichen Radsport-Club wie Para Athlet Steffen Warias, zudem wohnen beide in direkter Nachbarschaft. Warias erlebte 2012 in London seine Paralympics-Premiere und gewann dort die Silbermedaille. In der Folge suchte er einen Heimtrainer – und wurde fündig in der Nachbarschaft: bei Gregor Lang. Früchte trug die Zusammenarbeit bereits bei den Paralympischen Spielen in Rio 2016, wo Warias die Goldmedaille im Straßenrennen gewann.
 
Neben der Aufgabe als Heimtrainer hat Lang zur Wiederbelebung und zum Aufbau des Radsportzentrums Nordwest-Schweiz für talentierte Jugendliche beigetragen und war sportlicher Leiter eines Elite-Frauen-Teams. Themen wie Trainingsplanung, Leistungsentwicklung und Diagnostik reizten den 43-Jährigen bereits während seiner Zeit als Amateur-Radsportler. Nun ist der Fokus seit Mitte November auf die Stelle als Bundestrainer Para Radsport ausgerichtet. Lang trat damit die Nachfolge von Alexander Bauer an. „Die ersten Monate waren sehr anstrengend. Ich hatte wenige sportfachliche Aufgaben auf der Tagesordnung, sondern vor allem organisatorisch viel um die Ohren. Dazu habe ich sehr viele Gespräche geführt, sowohl mit den Sportlerinnen und Sportlern als auch mit den Trainerinnen und Trainern“, berichtet Gregor Lang.
 
Für die Jahresplanung hat der 43-Jährige zunächst die bewährten Strukturen übernommen. „Ich möchte nicht direkt alles über den Haufen werfen, sondern das Schiff in ruhige Gewässer bringen“, erklärt Lang und fügt an: „Zunächst geht es für mich darum, mir ein Bild zu machen, Erfahrungen zu sammeln und die Prozesse anzuschauen, um danach eigene Impulse einzubringen und einen Weg für die Zukunft vorzugeben.“ Sein Motto mit Blick auf mögliche Veränderungen lautet dabei: So wenig wie möglich, aber so viel wie nötig. Schließlich zählte die deutsche Para Radsport-Nationalmannschaft in der Vergangenheit bei Paralympics und Weltmeisterschaften stets zu den Erfolgsgaranten, allerdings wird auch die internationale Konkurrenz immer stärker.
 
„Keine Frage, das Niveau im Para Radsport steigt kontinuierlich. Für uns geht es darum, gute Rahmenbedingungen zu schaffen, um professionell trainieren zu können und unsere Position in der Weltspitze zu behaupten“, betont Lang. Dafür sei auch das Jahr 2023 bereits von großer Bedeutung. „Wir legen bereits jetzt die Basis für die Paralympics, auch mit Blick auf die Anzahl an Startplätzen. Unser Ziel ist es, viele Punkte zu sammeln, um mit einem möglichst großen Team in Paris dabei sein zu können.“
 
Wichtige Stationen sind daher bereits die beiden Weltcups in Europa Ende April in Maniago (Italien) und Anfang Mai in Ostende (Belgien). „Das sind für mich auch Sichtungsrennen, um die Athletinnen und Athleten im Wettkampfmodus kennenzulernen“, sagt der Bundestrainer. Größtes Highlight sind allerdings die Weltmeisterschaften im August in Glasgow, wo sowohl die Bahn- als auch die Straßen-Wettkämpfe stattfinden und erstmals ein großes Radsport-Event mit olympischen und paralympischen Athlet*innen parallel an einem Ort ausgetragen wird. Dazu kommen die Europameisterschaften im Rahmen der European Para Championships im niederländischen Rotterdam – ein weiteres attraktives Veranstaltungsformat.
 
Neben den Zielen in diesem Jahr und in 2024 denkt Gregor Lang bereits auch über die Zeit im Anschluss an die Paralympics in Paris nach, wenn der Nationalmannschaft ein größerer Umbruch bevorstehen könnte. „Dafür ist es wichtig, schon jetzt den Nachwuchs heranzuführen und neue Talente für den Para Radsport zu begeistern“, betont der 43-Jährige. So gilt es für den Bundestrainer und sein Team, in den kommenden Jahren einen schwierigen Spagat zu meistern: „Unser Ziel muss es sein, das bestehende Potenzial mit den gestandenen Athletinnen und Athleten bestmöglich zu nutzen und parallel den Nachwuchs zu fördern.“

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(BRS-Hamburg)

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