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Linn Kazmaier (SZ Römerstein) gewinnt bei der Para Biathlon-Weltmeisterschaft in Prince George (Kanada) auch das Einzelrennen über 12,5 Kilometer, Leonie Walter (SC St. Peter) holt erneut Silber. Auch Alexander Ehler (SV Kirchzarten) verdient sich als Vierter ein Lob des Bundestrainers. Die anderen Deutschen scheitern am Schießstand. 

Fünftes Rennen, fünfter Sieg: Linn Kazmaier ist bei den Frauen mit Sehbeeinträchtigung die Para Biathletin des Winters. Einen Tag nach ihrem Auftakt-Triumph über die Sprint-Distanz bewiesen die 17-Jährige und ihr Guide Florian Baumann bei der WM in Kanada erneut ihre ganze Stärke. Null Fehler, läuferisch alles im Fluss – „das war sehr stark“, fand Bundestrainer Ralf Rombach. „Linn und Florian hatten die volle Kontrolle. Für die anderen war nichts zu holen.“ Kazmaier siegte mit fast drei Minuten Vorsprung und holte das insgesamt sechste WM-Gold ihrer jungen Karriere.

Silber ging wie am Mittwoch an Leonie Walter (mit Guide Christian Krasman), die sich einen Schießfehler leistete. Drei Strafminuten sammelte Johanna Recktenwald (Biathlon-Team Saarland) ein, was der Bundestrainer auch auf technische Probleme am Schießstand zurückführte. „Die haben sie schon aus dem Konzept gebracht.“ Am Ende fehlten rund zehn Sekunden zu der Ukrainerin Nataliia Tkachenko auf Bronze.

Weitere Medaillen am Schießstand verpasst

In den anderen Klassen blieben die Deutschen im langen Biathlon-Rennen ohne Medaille. Bei den Frauen sitzend landeten Andrea Eskau (USC Magdeburg) und Anja Wicker (MTV Stuttgart) auf den Plätzen vier und fünf. Wicker, am Mittwoch Silbermedaillen-Gewinnerin, kam sich angesichts ihrer acht Schießfehler „wie im falschen Film“ vor. Auch Ralf Rombach fand keine Erklärung. „Wir müssen erst analysieren, wie die Fehler zustande gekommen sind.“ Umhauen lassen will sich seine 32-Jährige Athletin jedenfalls nicht. „Abhaken, im Training sauber arbeiten, dann besser machen“, gab sie als Devise vor.

Bei den Männern stehend wurde Alexander Ehler nach drei Schießfehlern Vierter. Ohne Strafminute hätte es zu Bronze gereicht. „Aber das zu erwarten, wäre vermessen“, sagte Ralf Rombach und attestierte Ehler ein „sehr gutes Rennen“. Der von einer Erkältung sichtlich geschwächte Marco Maier (SV Kirchzarten) kam auf Platz acht. Bei den Männern mit Sehbeeinträchtigung sprangen für Nico Messinger (Ring der Körperbehinderten Freiburg, mit Guide Robin Wunderle) und Lennart Volkert (PSV München, mit Guide Nils Kolb) die Ränge sieben und zehn heraus. Nach einem Ruhetag steht in Prince George am Samstag ein Verfolgungssprint an.


Alle Informationen zum deutschen Aufgebot, zum Zeitplan sowie zu den Ergebnissen gibt es auf unserer Webseite. 

Text: Benjamin Schieler / DBS

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