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Mission Paralympics in Neuseeland: Ab Dienstagabend (deutscher Zeit) kämpft die deutsche Rollstuhlrugby-Nationalmannschaft beim Qualifikationsturnier (19. bis 24. März) um die letzten drei Tickets für Paris. Große Bedeutung für den angestrebten Einzug ins Halbfinale kommt dabei direkt dem ersten Gruppenspiel zu. Das Turnier ist der Auftakt für die Wochen der Wahrheit in den deutschen Para Mannschaftssportarten.

Zwölf Stunden Zeitverschiebung sind es aktuell zwischen Deutschland und Neuseeland. Um bestmöglich vorbereitet zu sein und nichts dem Zufall zu überlassen, hat das deutsche Rollstuhlrugby-Team bereits einen mehrtägigen Zwischenstopp in Singapur eingelegt, um sich besser einzugewöhnen in der anderen Zeitzone und um am Feinschliff zu arbeiten. Das Ziel liegt auf der Hand: die erste Paralympics-Teilnahme seit 2008 in Peking. „Die Anspannung ist da, keine Frage. Wir wissen aber, was auf uns zukommt und sind auf alles gut vorbereitet. Die Matchpläne stehen“, sagt Cheftrainer Christoph Werner, der 2008 noch selbst auf dem Spielfeld in Aktion war, und schiebt weitere wesentliche Punkte hinterher: „Wir sind voll im Saft, verspüren große Motivation und haben den vollen Fokus auf dieses entscheidende Turnier. Die Mannschaft ist komplett, alle sind fit.“

Vorentscheidende Bedeutung hat bereits der Auftakt. Im ersten Spiel der Gruppenphase trifft das deutsche Team am Mittwoch um 10 Uhr Ortszeit (Dienstag, 22 Uhr / MESZ) auf Kolumbien – ein Gegner auf Augenhöhe mit sehr robuster Spielweise. Bei der vergangenen WM vor zwei Jahren gab es in der Gruppenphase einen Sieg und im Platzierungsspiel eine Niederlage. Die Ausgangslage: 50:50. „Wir sind sehr gut vorbereitet und sind uns der Bedeutung bewusst. Wir werden mit voller Kraft dagegenhalten und wollen dieses Spiel gewinnen“, betont Werner. Denn vermutlich nur dann kann Deutschland weiter vom Einzug ins Halbfinale und damit vom Paris-Ticket träumen. Gegen den zweiten Gruppengegner Schweiz ist die Auswahl von Christoph Werner favorisiert, zum Abschluss gegen Weltmeister Australien wird aller Voraussicht nach nichts zu holen sein. Daher braucht es Siege gegen Kolumbien und die Schweiz, um als Gruppenzweiter ins Halbfinale einzuziehen. Dann würden im Halbfinale wohl die übermächtigen Kanadier warten. Das erhoffte Szenario: Das Spiel um Platz drei wird zum Finale um den letzten Startplatz für die Paralympics. Die wahrscheinlichen Gegner: Brasilien oder Gastgeber Neuseeland, die sogar manchen Spieler aus der Mannschaft reaktiviert haben, die 2004 Paralympics-Sieger wurde.

Doch genug der Gedankenspiele. Christoph Werner sieht seine Mannschaft sehr gut vorbereitet, der Traum von den Spielen ist keinesfalls Wunschdenken. „Ich sehe unsere Chancen größer als vor den Paralympics in Tokio, als wir die Qualifikation nur knapp verpasst haben. Die Spieler haben sich sehr gut weiterentwickelt, haben ihr Zusammenspiel verbessert sind als Mannschaft zusammengewachsen. Das macht uns Mut, dass wir es diesmal schaffen können“, betont Werner, der größtenteils auf bewährte Kräfte setzt. Zwei neue Gesichter sind allerdings dabei mit Moritz Brückner und dem erst 17-jährigen Elias Janssen. Beide könnten für frischen Wind und neue taktische Möglichkeiten sorgen – vielleicht wird es sogar der Überraschungscoup auf dem Weg zum ersehnten Paralympics-Ticket.

Nach dem Qualifikationsturnier im Rollstuhlrugby folgen in den Wochen der Wahrheit die Turniere der Sitzvolleyballerinnen (3. bis 10. April in China) sowie beider Rollstuhlbasketballteams (Herren: 12. bis 15. April in Frankreich / Damen: 17. bis 20. April in Japan). Sicher dabei in Paris sind aktuell nur die Sitzvolleyball-Herren. Keine Chance mehr auf eine Paralympics-Teilnahme habe die Blindenfußballer sowie beide Goalball-Mannschaften.

Weitere Informationen zum Rollstuhlrugby-Qualifikationsturnier gibt es auf der Veranstaltungs-Webseite.

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Text: Kevin Müller / DBS


Der Spielplan (deutsche Zeit):

Dienstag, 19. März, 22 Uhr: Deutschland - Kolumbien
Mittwoch, 20. März, 22 Uhr: Deutschland - Schweiz
Freitag, 22. März, 6 Uhr: Deutschland - Australien
Samstag, 23. März: Halbfinalspiele
Sonntag, 24. März: Final- und Platzierungsspiele


Das deutsche Aufgebot im Überblick (Alter / Geburtsort / Verein):

Florian Bongard (30 / Bergisch Gladbach / RSG Koblenz), Moritz Brückner (25 / SF Illerrieden), Justus Heinrich (24 / Arnstadt / RSB Thuringia Bulls), Marco Herbst (36 / Rendsburg / VfL Grasdorf), Elias Janssen (17 / SV Blau-Weiß Emden-Borssum), Britta Kripke (46 / Buchholz i. d. Nordheide / Alstersport e. V.), Mascha Mosel (20 / Bremen / TSV Achim), Christian Riedel (53 / Stuttgart / RSC Frankfurt), Jens Sauerbier (37 / Magdeburg / SV Eiche Biederitz), Maximilian Stolz (27 / Wittlich / RSG Koblenz), Steffen Wecke (39 / Steckby / SV Eiche Biederitz), Josco Wilke (22 / Leipzig / Leipziger Behinderten- und Reha-Sportverein e. V.)

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