• Ein Handbike-Fahrer mit dem Slogan: Ich kann zwar nicht laufen, aber aufs Treppchen komm ich trotzdem
  • Eine Bogenschützin im Stehen mit dem Slogan: Meine Behinderung sieht man mir nicht an. Aber meinen Siegeswillen.
  • Ein blinder Fußballspieler mit Augenbinde und dem Slogan: Ich habe zwar noch nie ein Tor gesehen, aber ich weiß wie man eins schießt.
  • Eine Handbike-Farerin mit dem Slogan: Man muss nicht laufen können, um die Konkurenz stehen zu lassen.
  • Ein Mann dem eine Hand fehlt, der ein Segel montiert mit dem Slogan: Ob mir eine zweite Hand helfen könnte? Beim Aufhängen der Trophäen vielleicht.
Felicia Laberer in ihrem Kanu beim Rennen | Foto: Christel Schlisio

Ein weiterer Quotenplatz durch Felicia Laberer

Der Renntag beim Weltcup und Paralympic Qualifier in Szeged hätte für die deutschen Parakanuten nicht besser beginnen können. Anja Adler holte sich ihren ersten Weltcup- Sieg in der Startklasse Kl 2. Nach mehreren Podiumsplätzen bei internationalen Wettkämpfen ist das der bisher größte Erfolg der 32-jähirgen Rollstuhlfahrerin vom SV Halle. Sie selbst sagte im Anschluss: „ Ich kann es immer noch nicht glauben, aber es fühlt sich unheimlich gut an. Ich konnte erstmals wirklich das im Wettkampf zeigen, was sich im Training schon angedeutet hat. Diesmal lief auch der Start super.“ Nach den Erfolgen von Katharina Bauernschmidt(WSV Niederrhein Duisburg) im Va´a der Startklasse Vl 2 mit dem dritten Platz und Annette Kummer vom ESV RAW Cottbus mit dem zweiten Platz im Va´a der Startklasse Vl 3 haben die Damen im deutschen Team den Medaillensatz vervollständigt. Beide zeigten sich mit ihrem Abschneiden sehr zufrieden, da sie ihre im Training schon gezeigten Leistungen gut abrufen konnten.

Felicia Laberer, SC Grünau Berlin, schaffte es mit dem 5. Platz im Endlauf der Kl 3, einen Quotenplatz für die Paralympics in Tokio zu holen. Die 20-jährige, die erst vor drei Jahren vom Para Schwimmen zum Parakanu gewechselt war, ging damit der größte Wunsch an dieses Wochenende in Erfüllung. Sie selbst sagte dazu:“ Der Start war richtig gut, auf der Strecke konnte ich mithalten, weiß jetzt aber auch, woran ich mit Blick auf Tokio weiter arbeiten muss.“ Der Bundestrainer war von der starken Leistung Felicia Laberers sehr angetan. „ Sie hat sich im letzten Jahr stark verbessern können, und ich finde es stark, wie sie hier aufgetreten ist. Der fünfte Quotenplatz für das deutsche Parakanu-Team ist natürlich hervorragend.“

Edina Müller vom Hamburger KC zeigte sich von ihrem vierten Platz, ganz knapp hinter der Chilenin Wollermann, nicht überrascht. „Ich bin hier voll aus dem Training heraus gefahren. Am Beginn lief das Rennen so, wie wir es in der Vorbereitung erarbeitet hatten. Die Trainingsplanung ist voll auf die paralympischen Rennen im September ausgerichtet. Daher war das so okay.“ Sagte die Silbermedaillengewinnerin der Paralympics in Rio.

Der andere Silbermedaillengewinner von Rio, Tom Kierey, erreichte im schnellsten Rennen des Tages der Parakanuten, in der Startklasse Kl 3 den fünften Platz. Er sieht sich ebenfalls auf einem guten Weg in Richtung Tokio. „ Das Rennen lief noch nicht optimal, war aber ein vernünftiger Schritt in die richtige Richtung.“ Der Bundestrainer meinte zu der Leistung des 27-jährigen vom KC Borussia Berlin: „Ich bin immer wieder positiv überrascht, wie Tom seine Leistung im Rennen immer noch etwas steigern kann.“

Zweiter im B-Finale der Startklasse Kl 2 wurde Ivo Kilian vom Halleschen KC 54. Er verpasste damit um einen Platz einen Quotenplatz für Tokio. Er selbst sagte dazu: „ Das Rennen lief eigentlich sehr gut, sogar den Start habe ich super getroffen, was ja öfters nicht so geklappt hat in der Vergangenheit. Aber meine Zeiten reichen leider nicht aus, um nochmal zu den Paralympics zu fahren.“ In Rio 2016 war Ivo Kilian Achter in seiner Startklasse gewesen.

„Ich bin zufrieden mit den Ergebnissen dieses Weltcups, vor allem die Damen haben mit dem Gewinn eines Medaillensatzes gezeigt, dass das harte Training sich auszahlt. Die Mannschaft hat sich hier super präsentiert. Der erste Weltcupsieg seit längerem und der zusätzliche Quotenplatz für Tokio sind sicherlich das Highlight der Woche gewesen. Jetzt gilt es den Fokus auf die Europameisterschaften Anfang Juni in Poznan zu richten, und den Trainingsaufbau für die Paralympics in Angriff zu nehmen.“

Weitere Platzierungen:
Anas Al Khalifa, Kl 1: 6. im Zwischenlauf, Vl 2: 9. im Vorlauf
Felix Höfner, Kl 3: 8. im Zwischenlauf

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