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Beim Straßen-Weltcup in Ostende startet die Para Radsport-Nationalmannschaft in eine wegweisende Saison. Bundestrainer Alexander Bauer ist trotz durchwachsener Vorbereitung optimistisch und setzt auf neue Trainingsreize.

Für das deutsche Para Radsport-Team beginnt eine mit zahlreichen Höhepunkten gespickte Saison. Der Auftakt beim Straßen-Weltcup im belgischen Ostende vom 5. bis 9. Mai ist eine erste Standortbestimmung für die Athlet*innen. Zudem ist es die Premiere für Bundestrainer Alexander Bauer, der erst seit einigen Wochen im Amt ist. „Der Weltcup in Ostende ist bedeutend und richtungsweisend für die Saison. Wer jetzt keine gute Form hat, wird es schwer haben. Die heiße Phase beginnt“, sagt Bauer mit Blick auf die anstehenden Wettbewerbe.

Rund 30 deutsche Athlet*innen gehen in Ostende an den Start. Zur Vorbereitung reiste ein Teil der Mannschaft ins Trainingslager nach Lanzarote. Das Fazit des Bundestrainers ist gespalten: „Wir haben die Zeit genutzt, um uns kennenzulernen. Sportlich betrachtet war das Trainingslager allerdings aufgrund zahlreicher Krankheitsfälle sehr durchwachsen.“ Auch deswegen formuliert Bauer keine Zielvorgabe für Ostende. „Jeder sollte versuchen, das persönliche Maximum herauszuholen, um sich für die WM im August zu empfehlen.“

Zeit zum Durchatmen nach den Paralympischen Spielen in Tokio gibt es nicht, im Qualifikationsjahr jagen die Athlet*innen Punkte für die Paralympics 2024 in Paris. Auf Ostende folgen der Weltcup im baden-württembergischen Elzach vom 12. bis 15. Mai und die Europameisterschaft in Schwanenstadt vom 25. bis 29. Mai. Nach dem Heimspiel bei der Internationalen Deutschen Meisterschaft in Köln tritt das Team die Reise über den großen Teich an. In Kanada finden der dritte Weltcup und der Saison-Höhepunkt statt - die Straßen-WM in Baie-Comeau (11.-14. August).

Bei den Athlet*innen herrscht eine Mischung aus Respekt und Vorfreude. „Bei diesem ersten Rennen gilt es, gut in die Saison zu kommen und dann schnell das persönliche Topniveau zu erreichen“, sagt Steffen Seifert. „Ich fahre in der extrem stark besetzten H3-Klasse. Von der Form her geht noch was, ich bin trotzdem guter Dinge.“ Teamkollege Steffen Warias sieht das ähnlich: „Ostende ist unser wichtiger Aufgalopp. Mein Fokus liegt aber noch mehr auf dem zweiten Weltcup. In Elzach will ich bei hundert Prozent sein.“

Zur optimalen Vorbereitung will der Bundestrainer veränderte Trainingsreize setzen. Neben dem bekannten Höhentrainingslager im italienischen Livigno im Juni soll es ein zweites auf Teneriffa geben. „Neue Reize, neue Umgebung, neue Abläufe. Wer den nächsten Schritt machen und sich weiterentwickeln will, muss aus der Komfortzone herauskommen“, sagt Bauer. Für ihn ist 2022 ein Jahr der Möglichkeiten, um Neues auszuprobieren – und alles Gute mit in das paralympische Jahr 2024 zu nehmen. „Wir sind auf dem richtigen Weg.“

Quelle: Jessica Balleer

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